Ein kleines Beispiel soll dies verdeutlichen: Wenn man mit der Anwendung eines Rechner-Programms fertig ist, wird man zum Beenden sicher nach einem Menüpunkt ,,Exit``, ,,Quit``, ,,Beenden`` oder ,,Verlassen`` suchen. Genau das Gegenteil hat sich aber durch die Einführung von Microsoft Windows 95 und sämtlichen Nachfolgern in die Gedächtnisse der Windows-Nutzer eingebrannt: Wer Windows beenden will klickt zuerst auf den ,,Start-Knopf`` der so genannten Task-Leiste, erst dann gibt es einen Button für das Beenden der Sitzung. Zugegebenermaßen ist dieses Beispiel etwas überspitzt formuliert, jedoch zeigt es, dass bei der Anwendung von Software Erfahrungswerte gesammelt werden, auch wenn die Bedienbarkeit kontraintuitiv ist.
Ein falscher Ansatz wäre es aber jetzt zu folgern, dass die Nutzer sich schon an die Groupware-Bedienung gewöhnen werden. Im Gegenteil, es sollte versucht werden die Benutzer in einer vertrauten Umgebung arbeiten zu lassen. Das kann auf zwei Arten funktionieren: Entweder die Benutzer verwenden zur Bedienung ein Client-Programm, dass sie bereits kennen, oder der neue Client wird an den Erfahrungsschatz der Nutzer angepasst.
Es bietet sich an, für die intuitive Bedienung einer Groupware einen Web-Browser als Client zu verwenden. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Benutzer der Groupware Erfahrung mit Browsern haben, also die Navigation beherrschen. Im Idealfall sollte die passende Groupware in jedem Browser funktionieren, der sich an W3C-Standards hält. Alle in dieser Arbeit getesteten Programme können über einen Web-Browser bedient werden.